Da Lat – Kälte und Motorradtour

 

Während ich in Saigon war bekam ich den Tip anstatt an der Küste nach Norden zu fahren, den Weg über Da Lat zu nehmen. Da Lat liegt im Inland auf 1500 Höhenmeter und ist in 9-10 Stunden mit dem Bus von Saigon aus zu erreichen. Also wieder mal meine Pläne verworfen, Bus Ticket gekauft (Sleeper Bus – tagsüber), Hotel gebucht und am nächsten Tag ging es los.

Nachdem ich die Busfahrt mit dem wahnsinnigen Fahrer überlebt habe (5 Fahrzeuge in einer 90 Grad Kurve überholen ? Kein Problem! Einfach nur permanent Hupen) bin ich Abends bei schönstem Wetter angekommen und gleich nochmal durch die Stadt gelaufen. Da Lat wurde zu Kolonialzeiten von den Franzosen erbaut. Alles ist recht europäisch – der See, die Straßenlaternen, die Gärten. Dazu gibts europäisches Wetter. 22 Grad und normale Luftfeuchtigkeit. Die sollte sich allerdings die nächsten zwei Tage ändern, denn es hat dann zwei Tage fast komplett geregnet. Während dieser Zeit habe ich dann mit Regenschirm den Rest der Stadt angeschaut und bin dabei fast erfroren. Nach Monaten mit 30-45 Grad war es nur noch 17 Grad.

Am dritten Tag war der Regen dann endlich fast vorbei und ich habe eine Tour durch die Berge und das Umland gemacht. Allerdings nicht mit Bus oder Auto, sondern mit Motorrad. Führerschein? Habe ich nicht. Erfahrung? Auch nicht. Aber wenn man in dem Land mit den meisten Verkehrstoten pro Jahr und chaotischem Verkehr unterwegs ist lernt man recht schnell. Gas, Bremse, Kupplung ist erstmal recht unwichtig. Wichtigstes Teil ist die Hupe, die man anschließend im 10 Sekunden Takt benutzt. Ach ja, versichert ist das Motorrad natürlich nicht. Aber wenn man erstmal aus dem Chaos der Stadt rausgekommen ist und die Berge erreicht hat, dann wird der Verkehr deutlich weniger. Den Tag über ging es dann vorbei an einem großen Wasserfall, Reis- und Kaffeefeldern, Seidenfarm, kleinen Dörfern mit Märkten und einfach durch die Natur. Für Motorradfahrer sind die Berge Vietnams wirklich ein Traumland. Wunderschöne Natur, viele Kurfen, hoch und runter. Relativ gut ausgebaute Straßen. Das gefährlichste sind, abgesehen von den größeren Städten, die Schlaglöcher. Die sind nämlich meist richtig tief und wenn man nicht aufpasst fliegt man da schnell mal vom Motorrad. Mir hats Spass gemacht und nebenbei weiss ich jetzt wie man Motorrad fährt.

 

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