Im Süden Neuseelands

 

Je weiter man in den Süden Neuseelands kommt, desto unglaublicher wird die Landschaft. Leider aber wird zur immer schöner werdenden Landschaft direkt proportional das Wetter schlechter. Regen, Regen und noch mehr Regen seit ein paar Tagen. Aber ohne den vielen Regen würde es diese wunderschöne Landschaft wohl nicht geben.

Seit meinem letzten Blogeintrag am See Tekapo ist so einiges passiert. Als erstes gabs eine dreistündige Wanderung, direkt an Bergen und Gletschern entlang durch das Hooker Valley auf dem Hooker Track. Für mich das landschaftlich bisher schönste Erlebniss in Neuseeland. Bei einem kurzen Stop aus der „Wildness“ in der Studentenstadt Dunedin war die Besichtigung der Cadbury Schokoladenfabrik angesagt. Natürlich mit Probieren der dort produzierten Schokolade. Ansonsten hat Dunedin noch die steilste Straße der Welt zu bieten. Auch das zweitmeist fotografierte Motiv (nach dem Opernhaus in Sydney) der westlichen (oder wars südliche?) Hemisphäre ist in Dunedin zu finden: Das alte Bahnhofsgebäude.

Von Dunedin aus ging es dann vorbei an den Mirror Lakes und dem ein oder andern Drehort der Herr der Ringe Filme weiter in den Süden. Das tolle (Achtung: Ironie!) am Süden neben dem Regen ist, dass es hier Sandflies gibt. Kennt ihr die kleinen Fruchfliegen, die im Sommer ums Obst fliegen wenn man es zu lange offen liegen lässt? Ungefähr so sehen Sandflies aus. Nur mit dem Unterschied, dass sie es nicht auf Obst, sondern auf (Menschen)Blut abgesehen haben. Blöderweise komme die Viecher nicht alleine, sondern zu hunderten und tausendenden. Das einzige Mittel gegen die Viecher: im Haus bleiben und Fenster und Türen nicht öffnen. Falls man doch raus muss, sollte man so wenig Haut wie möglich zeigen und sich mit Deet einschmieren.

Nachdem ich unfreiwillig gefühlte 20 Liter Blut an die Sandflies abgegeben habe, war aufgrund des starken Regens die Strasse zum Milford Sound gesperrt und die geplant Bootsfahrt fiel ins Wasser. Daher wurde statt der Bootsfahrt im Milford Sound nach einer Nacht in Te Anau am nächsten Tag eine Bootsfahrt auf dem Doubtful Sound unternommen. Blöd nur, dass die statt 70$ mal lockere 235$ gekostet hat. Aber was solls. So oft kommt man ja nicht nach Neuseeland. Abgesehen davon hat sich die Fahrt wirklich gelohnt. Neben sehr seltenen Pinguinen gabs Delphine zu sehen. Durch den Regen haben sich an den Abhängen der Fjordlandschaft überall kleine Wasserfälle gebildet. Der Wahnsinn!

So, jetzt aber genug erzählt. Ihr schaut euch die Bilder an und ich ruhe mich ein paar Tage in Te Anau aus bevor ich nach Queenstown fahre.

 

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