Im Norden Japans

 

Nachdem ich mitten in der Nacht (5 Uhr) aufgestanden bin, um den 06.34 Shinkansen in Richtung Sapporo zu bekommen, um dann nach zweimaligen Umsteigen in Shin Aomori und Hakodate nach 9 Stunden Fahrt anzukommen, war ich doch irgendwie etwas müde. Hätte natürlich auch das Flugzeug nehmen können, aber zum einen habe ich ja nen Railpass und zum anderen sieht man mitm Zug etwas vom Land. Da Sapporo auf der nördlichen Insel Hokkaido liegt fährt man zwischen Shin Aomori (auf der Hauptinsel Honshu) und Hakodate (südlichste Stadt auf Hokkaido) durch einen 53.85 km langen Tunnel unter dem Meer, der an der tiefsten Stelle 240 Meter unter der Wasseroberfläche liegt (Siehe Bilder). Das Ding ist in diesem Ausmaß soweit ich weiss weltweit einmalig.

Nach der ersten Nacht in nem schönen Guesthouse (Hostel war genau da natürlich ausgebucht) war ich dann die folgenden Tage und Nächte bei Jimmys Backpackers. Da die Hauptsaison in Hokkaido zu Ende ist waren während ich da war immer nur 1-3 Leute im Hostel. Das Hostel selber ist absolut perfekt. Gute Lage, sauber, schön eingerichtet, gute Betten und der Besitzer Jimmy ist extrem freundlich und hilfsbereit. Wärend der nächsten Tage gings dann teilweise allein, teilweise mit einem Amerikaner und am Ende mit einer Australierin, die ich hoffentlich in Melbourne wieder sehe, durch die Stadt.
Anfangs war der Moerenuma Park dran, wo ich mir gleich mal den nächsten Sonnenrand geholt hab. Grund hierfür war meine Annahme, dass Sapporo ungefähr auf der Höhe von Dänemark liegt und die Sonne nicht mehr so stark sein sollte. In Wirklichkeit liegt die Stadt auf der Höhe von Norditalien… Sonstige Aktivitäten waren neben dem Park der Besuch des Sapporo TV Turm, ein paar weitere Parks, einer Aussichtsplattform, dem Bier Museum und einem Festival. Mit Jimmy waren wir zweimal essen: einmal hatte ich den besten Ramen in ganz Japan und beim zweiten mal Unmengen an leckeren Sushi. Grundsätzlich ist das Essen auf Hokkaido extrem gut. Egal ob Schaf, Eis, Fisch, Krabben, Tintenfisch oder Nudeln, hier schmeckt alles ne Spur besser als auf Honshu. Auch die Stadt selber hat mir sehr gut gefallen. Nicht ganz so hektisch wie andere größere Städte, frische Luft, viel Natur. Fazit: Die für mich schönste Stadt Japans. Was auch der Grund dafür war, dass ich statt drei Tagen sieben da war.

 

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  1. Rod

    Hat die flache Pyramide irgendeine kulturelle Relevanz oder wurde die nur zur Verschönerung angelegt?

      • Rod

        Ah ja, ein Park gebaut auf ner ehemaligen Müllkippe… das ist also Kunst…
        Gut, dass ich von sowas keine Ahnung hab 😉

  2. Johannes

    Den besten Ramen gibts auf Kyushu in Fukuoka(Stadtteil Hakata). Leider weiß ich nimmer, wie der Laden hieß… 😛

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