Mount Everest Base Camp

 

Nachdem ich mich über die verschiedenen Trekkingtouren informiert habe stand für mich fest, dass ich zum Mount Everest Base Camp gehen will. Ursprünglich wollte ich alleine gehen. Da ich aber überhaupt keine Erfahrung habe, habe ich dann doch eine Tour mit Guide und Porter gebucht. Das sollte sich später noch als gute Entscheidung herausstellen. Da ich für so eine Tour so gut wie keine Ausrüstung dabei hatte, musste ich natürlich einiges einkaufen. Also in die Touristenhochburg Thamel und da in drei Tagen sämtliche Ausrüstung gekauft. Sogar Schuhe in Größe 48 habe ich gefunden. Kurz vor der Tour habe ich mir dann eine ziemlich heftige Erkältung eingefangen und die Tour um fünf Tage verschoben.

Fünf Tage später war es dann so weit. Frühs mit vier anderen und unserem Guide zum Flughafen. Am Flughafen mussten wir dann mehrere Stunden warten, da sich aufgrund des Wetters alles verzögerte. Nach einiger Zeit kam unser Guide und meinte, dass ein Helikopterplatz frei sei. Also bin ich zum Helilandeplatz gegangen, während die anderen vier auf das Flugzeug gewartet haben. Kurz vor dem Start des Helikopters nach Lukla kam dann die Info, dass aufgrund des starken Windes keine Flüge mit dem Flugzeug mehr möglich sind. Der Heli kann aber trotzdem starten. Den starken Wind habe ich dann auch während der 30 Minuten mit Helikopter gespürt. Ich war noch nie so froh wieder am Boden zu sein. Da die anderen erst am nächsten Tag mit dem Flugzeug nachkommen sollten, bin ich von Lukla aus mit einem zweiten Guide schonmal nach Phakding gewandert. Am zweiten Tag musste ich in Phakding dann auf die anderen vier warten. Und genau an diesem zweiten Tag fing alles an:

Zum Mittagessen am zweiten Tag hatte ich Pizza und genau zwei Stunden später gings mir immer schlechter. Da ich eh nix zu tun hatte habe ich mich dann ins Bett gelegt und geschlafen. Leider ging es mir danach auch nicht viel besser. Am Abend gings mir dann immer schlechter und ich musste mich zum ersten mal übergeben. Trotzdem bin ich am dritten Tag mit den anderen einige Stunden bis kurz vor Namche Bazaar gewandert. Genau hier musste ich mich dann wieder übergeben, mir war schwindelig und ich konnte einfach nicht mehr weiterlaufen.  Nach einem Gespräch mit meinen beiden Guides bin ich dann mit einem Guide zum nächsten Hubschrauberlandeplatz gelaufen und habe dort auf den inzwischen verständigten Notfallheli gewartet. Mit dem Heli ging es dann direkt zurück nach Kathmandu ins Krankenhaus. Die 40 Minuten mit dem Heli waren die absolute Hölle. Wenn man sich sowieso schon schlecht fühlt und einem schwindelig ist, macht ein Flug im Helikopter so absolut keinen Spass. Die Sekunden wurden zu Minuten, die Minuten zu Stunden. Ich hab mich noch nie so elend gefühlt wie während dieser 40 Minuten. Im Krankenhaus wurde ich dann durchgecheckt, hab etliche Medikamente genommen und 3 Tage später konnte ich zurück ins Hostel. Diagnose: Lebensmittelvergiftung und Darmvirus.

Fazit: Immer eine Auslandskrankenersicherung abschließen, die für alles aufkommt (hatte ich) und niemals alleine losgehen. Im Notfall ist man verdammt froh wenn man jemand hat der einem hilft.

Hier noch die Bilder, die ich gemacht habe, bis es mit dem Heli ins Krankenhaus ging.

 

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  1. Jürgen

    wieder auffällig… auf dem Ticket steht kein Name 🙂

    Owe, da hat das Fass ohne Boden einen Gegner gefunden… 😉

    Dann hoffe ich mal, dass dein Wehweh wieder weg ist!

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