Planlos in Auckland

 

Nach dem für mich dann doch insgesamt etwas enttäuschenden Australien waren die Erwartungen an Neuseeland sehr hoch. Ums gleich vorwegzunehmen: Bis jetzt finde ich es hier super. Einfach alles! Hostel, Wetter, Auckland. Einfach nur perfekt. Aber nochmal zurück zum Anfang:

 

Am Flughafen von Sydney konnte ich meinen Flug/Flugnummer mit Virgin Australia nirgends finden. Auch die Damen vom „Help Point“ waren Anfangs etwas ratlos. Sollte ich noch einen weiteren Tag in Sydney verbringen müssen? Bitte nicht! Glücklicherweise hat sich dann herausgestellt, dass der Flug von Air New Zealand übernommen wurde, was sich kurze Zeit später als glücklicher Umstand erweisen sollte. Warum? Darum: Neues Flugzeug, großer Sitzabstand, bequeme Sitze, gute Filmauswahl (unter anderem Herr der RInge 1-3. War ja irgendwie klar). Bevors ich ins Flugzeug konnte musste ich noch die australischen Sicherheitschecks durchlaufen und wurde natürlich zufällig für den erweiterten Check ausgewählt, obwohl die Chinesen vor mir und der Inder hinter mir eindeutig verdächtiger aussahen. Also Rucksack auf, Zeugs rausräumen, Zeugs durchschauen lassen, Zeugs wieder reinräumen und weiter. War das jetzt wirklich notwenig…?

Nach drei Stunden Flug mit einigen lustigen Turbulenzen und erfolgreich duchlaufenen Sichheitschecks gings mit dem am Vorabend gebuchten Shuttle direkt vor die Tür meines Hostels: Pentlands Backpackers. Genau hier fing der Spass dann richtig an. Riesige Zimmer, Einzelbetten (keine Stockbetten), etwas außerhalb der Stadt gelegen mit viel Natur außenrum und Bädern, die größer sind als so mancher Dorm in Asien. Das schönste waren aber die vielen netten Leute, die ich während meiner Zeit im Hostel kennen lernen durfte.

Die folgenden Tage drehten sich eigentlich nur um ein Thema: Wie gehts jetzt weiter? Auto kaufen oder mieten? Campervan kaufen oder mieten? Mit dem Bus fahren? Mit jemand anders mitfahren? Es gibt in Neuseeland einfach viel zu viele Möglichkeiten. Glücklichwerweise war ich nicht der einzige, dem es so ging und so waren dann doch einige Leute länger im Ho(s)tel California als vorher geplant. Ursprünglich wollte ich mit jemanden zusammen im Camper durch Neuseeland fahren. Aber alle, die ich kennen gelernt habe hatten ein Work und Travel Visa und wollten 6-12 Monate hier bleiben. Für mich natürlich nicht praktikabel, da ich ja noch ein paar weitere Länder bereisen will. Nachdem einige das Hostel mit gekauften Campervans verlassen hatten und ich immer noch nicht so wirklich wusste wies wie es weitergeht war ich kurz davor auch einen Van zu kaufen und länger hier zu bleiben. Aber ich habe dann doch relativ kurzfristig umentschieden und eine Camping Tour gebucht. Also praktisch im Bus durch Neuseeland und jeden Tag irgendwo anders im Zelt übernachten. Da der Sommer aber nur sehr langsam kommt und es Nachts ca. 10 Grad warm (kalt!) ist, habe ich mir erstmal Thermounterwäsche besorgt. Ich hoffe damit überstehe ich den Campingtrip.

So ganz nebenbei war ich in den Tagen in Auckland und Umland unterwegs. Parks, Museen, Inseln, Hafen, Vulkane. Mir gefällts hier wirklich gut. Nervig ist nur, dass das Internet hier extrem teuer ist. 3 GB Traffic kosten mal lockere 50 $. Auch der öffentliche Nahverkehr ist für eine Millionenstadt ziemlich katastrophal. Nur Busse, keine U-Bahn. Ohne Auto ist man hier ziemlich schlecht dran.

 

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  1. Jan

    Nice! Sommer hätte jetzt schon auch was…
    Ich bin noch bis 30.11. im facebooklosen China, dann bis 8.12. in Japan und dann geht’s wieder nach Deutschland. Also keine Südhalbkugel für mich. Viel Spaß noch im warmen Grünen!

  2. Jürgen

    Die Weltenbummler unter sich 😛

    Ich sitz hier in Eibelstadt auf meinem Tron, mit meinem iPad und schau mir die Bilder hier an 🙂

  3. jeff

    nz ist auch für mich noch ein traum, bin auf die campingerfahrung gespannt… denke wir fahren nächsten sommer auch erstmal einige monate nach asien und im jahr drauf nach alaska 😉
    bis dann jeff

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