Kathmandu

 

Nach absolut fantastischen sechs Wochen in Taiwan steht für mich fest, dass ich in einigen Monaten wieder nach Taiwan zurück kommen werden. Bis es soweit ist gibts aber noch ein paar andere Länder, die ich mir anschauen werde. Ursprünglich wollte ich von Taiwan weiter nach Malaysia fliegen. Da mir in Taiwan allerdings jemand von Nepal erzählt hat, habe ich mich kurzfristig umentschieden und bin nach Kathmandu geflogen. Mein Plan ist es zum Mount Everest Base Camp zu gehen. Dazu aber später mehr.

Nachdem ich in Kathmandu mitten in der Nacht angekommen bin und mir ein Visa on Arrival besorgt habe, gings mit dem Taxi zum Hostel. Beim Anblick des Taxis würde jeder deutsche Tüvprüfer vermutlich sofort einen Herzinfarkt bekommen. Während der Fahrt ist mir aufgefallen, dass wir ohne Licht fahren. Da es auch sonst keine Strassenbeleuchtung bis auf den Mond gab war die Antwort des Fahrers auf die Frage warum er das Licht nicht anmacht: „Battery is not working, but in our coutry we do not need light to drive“. Auf Fragen wie „Warum geht die Tür während der Fahrt auf, wo ist der Gurt“ habe ich dann verzichtet.

Die nächsten Tage habe ich mir dann Kathmandu angeschaut und mich gleichzeitig über Trekking informiert. Zum Trekking gibts beim nächsten Bericht mehr. Kathmandu selber ist auf den ersten Blick etwas schockierend. Die täglichen Stromausfälle sind dabei noch das angenehmste. Der Verkehr ist extrem chaotisch. Wer die lautetste Hupe hat und am längsten hupt hat Vorfahrt. Das schöne daran ist, dass jeder denkt er hätte Vorfahrt. Es vergehen also keine 10 Sekunden, in denen keine Hupe ertöhnt. Die ersten Tage hatte ich durch den Smog am Abend immer einen extrem trockenen Hals. Alles ist ziemlich verschmutzt. Vor allem der Fluß ist eine absolute Katastrophe. Auch die Armut ist extrem und die Verhältnisse, in der die Leute leben in der westlichen Welt nicht wohl nicht vorstellbar. Deutschland nach 1945 war dagegen vermutlich recht luxoriös. Sollte sich also mal wieder jemand beschwerden, dass Hartz4 ungerecht ist und er so nicht leben kann, sollte man die jeweilige Person direkt in ein Flugzeug nach Nepal setzen.

 

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